Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Exkursion nach München

14.03.2016 - Die Planungen liefen seit November, nun war es endlich soweit. Am Montag Morgen, dem 7. März trafen sich 25 Studierende pünktlich um 9 Uhr, um sich auf den weiten Weg in Richtung München zu machen. Für die folgenden fünf Tage ging es nicht etwa in den gemeinsamen Urlaub, sondern auf Exkursion. Unser Ziel war es, herauszufinden, welche Möglichkeiten es für Absolventen und Absolventinnen eines Mathematikstudiums auf dem Arbeitsmarkt gibt. Wir fanden heraus: Es gibt viele!

München wurde als Ziel gewählt, da sich hier besonders viele Unternehmen aus verschiedensten Branchen, von Startup bis zum Weltkonzern, angesiedelt haben. Wir besuchten sechs Unternehmen, bei denen Mathematiker und Mathematikerinnen an den unterschiedlichsten Stellen eingesetzt werden. Um passende und willige Unternehmen zu finden, wurden teilweise bestehende Kontakte von Angehörigen der Fakultät genutzt, teilweise sind wir selbst mit unserem Anliegen an interessante Firmen herangetreten.

Die Hinreise zog sich aufgrund einer Buskontrolle und Stau auf acht Stunden, sodass wir froh waren, am Montag noch keinen Termin gehabt zu haben.

Dafür standen am Dienstag gleich zwei Firmen auf dem Programm. Bei der Allianz (einem der größten Versicherer der Welt) finden sich -wenig überraschend- sehr viele Mitarbeiter mit mathematischen Hintergrund, vor allem im Aktuariat. In Vorträgen verschiedener Mitarbeiter ging es um die Themen Pricing Analytics, Actuarial Diagnostics, Reserving & Analysis und Risk Modelling. Hier ging es durchaus auch fachlich in die Tiefe, um einen umfassenden Einblick in die möglichen Arbeitswelten bei der Allianz zu bieten. Die Allianz überzeugte als international aufgestellter Konzern, mit interessanten Aufgaben und angenehmen Arbeitsbedingungen!

Am Nachmittag ging es weiter zur Zielpuls GmbH, einer 2008 gegründeten Technologieberatung. Hier arbeiten Absolventen und Absolventinnen aller MINT-Fächer an Projekten, die in der Nische zwischen strategischer Beratung und Tätigkeiten eines klassischen Ingenieurbüros liegen. Wir stellten fest, dass man als Berater oder Beraterin zwar nur noch wenig klassische Mathematik betreibt, mit den im Studium erworbenen Kompetenzen allerdings trotzdem bestens auf den Job vorbereitet ist. Der neue Standort in Wolfsburg könnte für Studierende aus Magdeburg besonders interessant sein!

Am Mittwoch besuchten wir die TWT GmbH, welche ebenfalls im Bereich Engineering, IT und Beratung tätig ist. Die Mathematik wird hier nicht nur als Hilfswissenschaft begriffen, sondern nimmt im Unternehmen eine zentrale Rolle ein. Sie ist nicht nur wichtig bei der Umsetzung von Industrieprojekten, in der angewandten Mathematik wird im Unternehmen sogar aktiv geforscht, etwa im Bereich Mesh-Generierung für Finite Elemente. Auch in der (IT-) Beratung ist man mit Mathematikstudium gern gesehen.

Da eine Firma für Mittwoch Nachmittag wenige Wochen vor der Exkursion noch absagen musste, hatten wir Zeit um in die Kultur Bayerns einzutauchen: Wir besuchten die Erdinger-Brauerei und lernten bei einer Führung und anschließenden Verköstigung einiges über das bayrische Nationalgetränk.

Am Donnerstag ging es zu Rohde & Schwarz, einem Elektronik-Konzern und Spezialist u.a. für Mess- und Funktechnik. Nicht nur Absolventen und Absolventinnen von Ingenieursstudiengängen sind hier gefragt: Mit etwas Programmieraffinität bieten sich vielfältige Möglichkeiten z.B. in der Software-Entwicklung oder Kryptologie.

Freitag standen zum Abschluss wieder zwei Firmen auf dem Programm. Celonis bietet eine Software für sog. Process Mining an und wurde 2011 von drei Studenten gegründet. Das Startup hat zahlreiche Preise gewonnen und gilt als wachstumsstärkstes IT-Unternehmen Deutschlands. Mathematiker und Mathematikerinnen finden sich hier in der Entwicklung und Datenanalyse. Einer der Gründer selbst stellte uns die Technologie vor und ließ sich von uns mit Fragen löchern.

Am Nachmittag besuchten wie McKinsey, die wohl bekannteste internationale Unternehmens- und Strategieberatung. Auch hier sind Mathematiker und Mathematikerinnen wegen ihrer analytischen Fähigkeiten und strukturierten Arbeitsweise begehrt. Die Arbeit ist zwar fordernd, aber man lernt schnell und kann innerhalb kürzester Zeit viel errreichen.

Während wir die vielen unterschiedlichen Eindrücke noch verarbeiteten, machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Magdeburg. Einige Bewerbungen wurden schon abgeschickt, und viele Teilnehmende sind ihrer möglichen beruflichen Zukuft einen Schritt näher gekommen.

Hier findet ihr die Bilder.
Letzte Änderung: 15.07.2016 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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